Lidl Teil 2: Jetzt beginnt der Härtetest
Shownotes
Aus dem Hoffnungsträger ist eine Wette geworden.
Das Dummerstorf-Projekt ist nicht gescheitert und nicht abgesagt – im Gegenteil, das Ökosystem wächst. Aber das Souveränitätsargument allein trägt nicht mehr. Diese Folge ordnet ein, was sich in wenigen Tagen verschoben hat.
Themen der Folge:
Die Ausgangslage: 5,6 Milliarden Euro, 240 Megawatt bis 2033, perspektivisch ein Gigawatt Googles Gegenzug: mindestens 13 Milliarden Euro für Finnland in nur zwei Jahren – die größte Europa-Einzelinvestition des Konzerns Warum nicht die Milliardensumme das Entscheidende ist, sondern der Stromvertrag: 22 Jahre Loviisa, dazu 629 Megawatt neue Windleistung, 94 Megawatt Batteriespeicher und gemeinsame Standortplanung mit dem Netzbetreiber Die Rechnung, um die es geht: 240 Megawatt entsprechen rund 2,1 Terawattstunden im Jahr – mehr als doppelt so viel wie die Stadt Rostock verbraucht. Ein Cent Preisunterschied macht 21 Millionen Euro jährlich Der Standortvergleich: Deutschland bei 22,64 Euro je 100 Kilowattstunden, Finnland bei 7,48 – und warum sich diese Eurostat-Werte nicht direkt auf Hyperscaler übertragen lassen Warum Windstrom günstig ist, aber eine abgesicherte Energiearchitektur etwas anderes bedeutet Die politische Flanke gerät ins Wanken: Widerstand von Verteidigungsvertretern gegen die EU-Souveränitätsregeln Wie AWS und Google die Souveränitätsanforderungen in ihre eigenen Produkte integrieren – der vielleicht gefährlichste Angriff auf STACKITs Differenzierung Warum RISE with SAP auf STACKIT strategisch wichtiger ist als eine weitere Reihe Serverracks Kapitalgeschwindigkeit: Sieben Jahre Bauzeit in einem Markt, in dem sieben Jahre eine Generation sind Der zweite Flaschenhals: Netzanschlüsse und das neue Reifegradverfahren seit April 2026 Was für STACKIT spricht: EU-Rahmenvertrag, Bundesregierung, GovTech, MV-Cloud, Atos – und der interne Kunde mit 600.000 Beschäftigten Die begriffliche Verschiebung: Souveränität ist keine Produkteigenschaft mehr, sondern eine Frage von Abstufungen je Workload Die vier Aufgaben für Schwarz: Energie, Geschwindigkeit, Ökosystem – und der Beweis, dass Souveränität kein Verzicht ist
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Prompt-Zeit ist ein KI-generierter Podcast: Stimmen, Recherche und Redaktion entstehen mit künstlicher Intelligenz.
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00:00:00: Willkommen bei Promtzeit.
00:00:01: Wir kommen fast für KI in der Unternehmenswelt, von Hardware bis Recht
00:00:05: Praxis nach Deutschsprachig Von dir Es geht los!
00:00:14: Bevor es losgeht.
00:00:15: ein Hinweis in eigener Sache Bei Promt Zeit ist die KI nicht nur Thema sondern macht auch die Arbeit.
00:00:21: Stimmen, Recherche und Redaktion dieses Podcasts sind KI generiert.
00:00:26: In diesem Sinne viel Spaß mit Erfolge.
00:00:28: Vom
00:00:29: Händler zum Hyperscaler.
00:00:31: Jetzt beginnt der eigentliche Härtetest.
00:00:35: Vor knapp zwei Wochen sah die Geschichte erstaunlich klar aus.
00:00:40: Die Schwarzgruppe, bekannt für Lidl und Kaufland kündigt an bei Rostock bis zu fünf Komma sechs Milliarden Euro in eines der größten Rechenzentren Deutschlands zu investieren.
00:00:50: Zwei hundertvierzig Megawatt Leistung bis zwei tausenddreißig später möglicherweise ein Gigawatt.
00:00:58: Die Botschaft des Konzernchefs Gerd Krasanovsky ist unmissverständlich.
00:01:03: Digitale Souveränität entstehen nicht durch Reden, sondern durch eigene Infrastruktur.
00:01:09: Ein deutscher Handelskonzern will zum europäischen Hyperscaler werden.
00:01:14: Die Ausgangslage schien günstig.
00:01:16: Europa sucht nach Alternativen zu AVS, Microsoft und Google.
00:01:22: Behörden und Unternehmen sorgen sich um den Cloud-Act und die Abhängigkeit von amerikanischen Plattformen.
00:01:29: Künstliche Intelligenz lässt den Bedarf an Rechenleistung explodieren, Und die Schwarzgruppe bringt etwas mit das europäischen Technologieunternehmen häufig fehlt.
00:01:40: Kapital – einen riesigen eigenen Bedarf und die Möglichkeit über Jahre zu investieren ohne jedes Quartal die Geduld des Kapitalmarktes testen zu müssen!
00:01:51: Dann kam die ersten September-Tage.
00:01:54: Und innerhalb weniger Tage wurde aus der vermeintlich klaren Geschichte eine wesentlich schwierigere Wette.
00:02:01: Am neunten September kündigt Google an, allein in Finnland in den kommenden zwei Jahren mindestens dreizehn Milliarden Euro in neue digitale und KI-Infrastruktur zu investieren – nicht bis im Jahr twohntausenddreiunddreißig sondern zweitausendsiebenundzwanzig und zweitausendachtundzwanzig!
00:02:20: Google baut beziehungsweise erweitert Standorte in Hamina, Kayani, Muhoos und Valar.
00:02:28: Gleichzeitig sichert sich der Konzern für zweiundzwanzig Jahre einen großen Teil der Produktion eines finnischen Atomkraftwerks, schließt zusätzliche Windstromverträge ab, beteiligt sich an Batteriespeichern und arbeitet mit dem finnischem Netzbetreiber an neuen Standorten.
00:02:45: Es ist Googles größte Einzelinvestition in Europa überhaupt!
00:02:50: Fast gleichzeitig gerät in Brüssel ausgerechnet jene politische Strategie unter Druck, die europäischen Cloud-Anbietern wie Stackit einen zusätzlichen Nachfragevorteil verschaffen sollte.
00:03:02: Verteidigungsvertreter mehrerer EU-Staaten wären sich gegen Pläne besonders sensible Cloud und KI Anwendungen stärker auf europäische Anbieter zu verpflichten.
00:03:14: Ihr Argument?
00:03:15: Digitale Souveränität sei wichtig, aber nicht um den Preis technisch leistungsfähigere amerikanische Systeme in militärisch-kritischen Anwendungen auszuschließen.
00:03:27: Und selbst der Begriff souveräne Cloud gehört längst nicht mehr nur europäischen Unternehmen.
00:03:33: Amazon betreibt seit Januar eine eigene European Sovereign Cloud aus Brandenburg – physisch und logisch getrennt von den übrigen AVS-Regionen!
00:03:43: Investitionsvolumen – mehr als sieben Komma acht Milliarden Euro.
00:03:49: Die neue Umgebung wird mit europäischer Führung und eigenem Security Operations Center betrieben, und startete bereits mit mehr als neunzig AVS-Diensten.
00:04:00: Google wiederum baut gemeinsam mit Talis eine souveräne Cloud für Deutschland auf.
00:04:05: Eine vollständig von Talis kontrollierte deutsche Gesellschaft soll die Infrastruktur betreiben!
00:04:12: Der allgemeine Marktstaat ist für Ende-Zweitausendsechsundzwanzig vorgesehen.
00:04:18: Damit verändert sich die Frage.
00:04:20: Vor zwei Wochen lautete sie, kann die Schwarzgruppe einen europäischen Gegenentwurf zu den amerikanischen Hyperscalern aufbauen?
00:04:29: Heute lautet sie, Kann die Schwarzgruppe ein europäischen Hyperscaler aufbauten wenn die amerikanische Hyperscale gleichzeitig europäischer werden mehr investieren und strukturell günstigeren Strom einkaufen?
00:04:44: Das ist ein wesentlich härterer Wettbewerb.
00:04:48: Google setzt dreizehn Milliarden auf Finnland, die Zahl allein ist beeindruckend.
00:04:54: Google will mindestens dreizehn Milliarden Euro innerhalb von nur zwei Jahren in Finnland investieren.
00:05:01: Die Summe umfasst mehrere Rechenzentrumsstandorte.
00:05:09: Sie ist deshalb nicht eins zu eins mit den fünf Komma sechs Milliarden Euro vergleichbar, die schwarz für den physischen Aufbau in Dummastorf bis zwei tausend dreiunddreißig angekündigt hat.
00:05:20: Auch bei Schwarz können später enorme zusätzliche Kosten fürs Server, GPUs und Netzwerktechnik hinzukommen.
00:05:28: Vor der offiziellen Vorstellung berichtete der SWR unter Berufung auf Insider von bis zu zwölf Milliarden Euro allein für Sauertechnik in einer frühen Ausbaustufe.
00:05:40: Schwarz bestätigte diese Zahl nicht.
00:05:43: Trotzdem zeigt der Vergleich die Dimension, in der sich der Wettbewerb inzwischen bewegt.
00:05:49: Google investiert nicht mehr nur in ein Rechenzentrum.
00:05:53: Der Konzern baut ein vollständiges Energie- und Infrastrukturökosystem für künstliche Intelligenz.
00:06:00: Besonders aufschlussreich ist deshalb nicht die Dreizehn Milliardenzahl.
00:06:04: Es ist der Stromvertrag.
00:06:06: Google vereinbart mit dem finnischen Energieunternehmen Fortum einen Vertrag über zweiundzwanzig Jahre.
00:06:12: Der Konzern soll bis zu fünfzig Prozent der Produktion des Atomkraftwerks Louisa beziehen.
00:06:18: Das Kraftwerk liefert heute rund zehn Prozent des finnischen Stroms.
00:06:23: Die Vereinbarung gibt Fortum gleichzeitig die wirtschaftliche Grundlage, die Laufzeit der Anlage zu verlängern.
00:06:29: Google und Fordtum wollen darüber hinaus untersuchen, ob am Standort künftig zusätzliche Kernkraftkapazitäten entstehen können.
00:06:38: Zusätzlich hat Google neue Verträge für Windparks abgeschlossen.
00:06:42: Insgesamt unterstützt das Unternehmen damit sixhundertundzwanzig Megawatt neue Onshore-Windleistung in Finnland.
00:06:49: Dazu kommt ein Batteriespeicher mit vierneinzig Megawatts.
00:06:54: und eine Vereinbarung mit dem finnischen Netzbetreiber Fingrid neue Rechenzentren gezielt dort anzusiedeln, wo bereits Strom- und Netzkapazität vorhanden sind.
00:07:04: Das ist mehr als Energieeinkauf – es ist Infrastrukturplanung vom Kraftwerk bis zum KI-Chip!
00:07:11: Und genau hier liegt möglicherweise die größte Herausforderung für Dummastorf.
00:07:16: Der wichtigste Rohstoff heißt Strom.
00:07:20: Ein klassisches Rechencentrum benötigt viel Strom.
00:07:24: Ein KI-Rechenzentrum benötigt sehr viel Strom.
00:07:28: Die Zweihundertvierzig Megawattleistung, die schwarz für Dummastorf bis zwei Tausenddreiunddreißig plant, entsprechen bei dauerhafter Volllast rechnerisch rund zweikommereins Terrawattstunden Strom pro Jahr.
00:07:41: Zum Vergleich – aktuelle Berichte beziffern den erwarteten Verbrauch der ersten Ausbaustufe ebenfalls auf bis zu zwei Terrawatte Stunden jährlich!
00:07:51: mehr als doppelt so viel wie der Stromverbrauch der gesamten Stadt Rostock.
00:07:57: Bei solchen Größenordnungen wird der Strompreis zu einem wesentlichen Bestandteil des Geschäftsmodells.
00:08:03: schon ein Unterschied von nur einem Cent pro Kilowattstunde entspricht bei zwei Komma eins Terawattstunden rund einundzwanzig Millionen Euro pro Jahr.
00:08:14: fünf Cent unterschied wären mehr als einhundert Millionen Euro jedes Jahr.
00:08:20: Über die Lebensdauer eines Rechenzentrums werden daraus Milliardenbeträge.
00:08:26: Genau deshalb ist Googles Entscheidung für Finnland so relevant!
00:08:30: Nach den jüngsten vollständig verfügbaren Eurostat-Daten gehörte Deutschland in zweiten Halbjahr, bei nicht privaten Stromkunden zu den teuersten Ländern der Europäischen Union.
00:08:44: Für die von Eurostat betrachtete Verbrauchsgruppe zwischen fünfhundert und zweitausend Megawattstunden jährlich lag der Durchschnitt in Deutschland bei zweiundzwanzig Euro vierundsechzig je einhundert Kilowattstunde.
00:08:59: Finnland lag bei sieben Euro achtundvierzig, weniger als einem Drittel.
00:09:05: Diese Werte lassen sich ausdrücklich nicht direkt auf einen Zweihundertvierzig-Megawattrechenzentrum übertragen!
00:09:12: Hyperscaler beschaffen Energie über individuelle Großkundenverträge, langfristige PPAs, Netzentgeltmodelle und teilweise eigene Erzeugungsanlagen.
00:09:24: Google bezahlt in Finnland nicht einfach den Eurostat-Durchnitzpreis.
00:09:29: Die Statistik zeigt aber ein strukturelles Problem.
00:09:33: Finland gehört seit Jahren zu den günstigsten europäischen Stromstandorten Deutschland zu den teuersten.
00:09:41: Und das ist kein kleines Detail bei einem Geschäft, dessen wichtigster laufender Produktionsfaktor Elektrizität ist.
00:09:49: Schwarz weiß das selbst!
00:09:51: Bereits im Dezember-Zweißen-Fünfundzwanzig meldete Schwarz digits im Lobbyregister des Deutschen Bundestages ein entsprechendes Regelungsvorhaben an.
00:10:01: Das Unternehmen fordert Strompreiskompensation dauerhaft auszuweiten und auch Rechenzentren einzubeziehen.
00:10:10: Auch ein Industriestrompreis solle Rechenzentren berücksichtigen.
00:10:15: Die Reform der Netzentgelte müsse so ausgestaltet werden, dass Deutschland als Rechencentrumsstandort wettbewerbsfähig bleibt.
00:10:24: Die Energiefrage ist also keine nachträgliche.
00:10:28: Kritik an Dummastorf.
00:10:30: Sie war von Anfang an Teil der Kalkulation.
00:10:34: Windstrom ist günstig aber nicht immer verfügbar.
00:10:39: Die Schwarzgruppe hat Dommastorf gerade wegen der Energieversorgung ausgewählt.
00:10:44: Norddeutschland produziert große Mengen On- und Offshore-Winstrom, das geplante Gelände liegt nahe einer dreihundertachtzig Kilo Volt Höchstspannungsleitung.
00:10:56: Der Konzern will das Rechenzentrum im Normalbetrieb vollständig mit erneuerbaren Energien versorgen.
00:11:03: Das kühlere Klima reduziert zusätzlich den Aufwand für die Kühlung.
00:11:08: Das sind reale Standortvorteile.
00:11:11: Aber Google zeigt in Finnland gerade, wo der Unterschied zwischen viel erneuerbarem Strom und einer langfristig abgesicherten Energiearchitektur liegt.
00:11:22: Windkraft ist günstig wenn der Wind weht!
00:11:26: Ein Rechenzentrum arbeitet auch dann, wenn er nicht weht.
00:11:30: KI-Cluster lassen sich zwar bis zu einem gewissen Grad flexibel betreiben Ein Cloud-Anbieter kann Kunden jedoch nicht erklären, dass dessen ERP-System gerade weniger Rechenleistung bekommt weil über der Ostsee Flaute
00:11:45: herrscht.
00:11:46: Für einen Hyperscaler sind deshalb nicht nur durchschnittliche Strompreise relevant.
00:11:50: Wichtig sind Verfügbarkeit, Netzstabilität und langfristige Kalkulierbarkeit.
00:11:57: Google kombiniert in Finnland genau dafür drei unterschiedliche Elemente Wind liefert günstige erneuerbare Energie Kernkraft liefert kontinuierliche Leistung.
00:12:09: Batteriespeicher liefern kurzfristige Flexibilität.
00:12:13: Hinzu kommt der Zweiundzwanzigjährige Vertrag, der einen erheblichen Teil des Strompreises langfristig planbar macht.
00:12:21: Finland bietet damit etwas das Deutschland nach dem Atomausstieg nur schwer replizieren kann.
00:12:27: Große Mengen weitgehend CO-Zweifreien kontinuerlich verfügbaren Stroms aus Kernkraft in Kombination mit Wind und Wasserkraft.
00:12:37: Eine Reuters-Analyse zur europäischen Energiewettbewerbsfähigkeit kam bereits im Juli zu dem Ergebnis, dass Finnland, Schweden und Frankreich strukturell widerstandsfähiger bei Energiepreisen sind als viele andere europäische Staaten.
00:12:54: Während einer angespannten Energiemarktphase-Zweitausendsechsundzwanzig lag der deutsche Großhandelspreis für Strom zeitweise einundsechzig Euro je megawattstunde über dem Finnischen.
00:13:07: Für energieintensive KI-Infrastruktur ist das ein erheblicher Standortfaktor.
00:13:13: Souveränität war schwarz stärkste Karte.
00:13:17: Bislang konnte es der Kit gegen diesen Kostennachteil ein starkes Argument setzen – Souveranität!
00:13:25: AWS, Microsoft Azure und Google Cloud sind amerikanische Anbieter.
00:13:31: Stack-Hit gehört zur deutschen Schwarzgruppe.
00:13:34: Die Daten liegen in Europa – der Betreiber unterliegt europäischem Recht.
00:13:39: Die Infrastruktur wird in Deutschland und Österreich betrieben.
00:13:43: Für Behörden, Kliniken, kritische Infrastruktur, Verteidigung und besonders sensible Unternehmensdaten ist das mehr als Marketing.
00:13:52: Es war die zentrale strategische Differenzierung.
00:13:56: Auch Brüssel schien diesen Vorteil politisch zu verstärken.
00:14:00: Mit dem im Juni vorgeschlagenen Cloud & AI Development Act will die Europäische Kommission europäische Rechenzentrumskapazität in fünf bis sieben Jahren mindestens verdreifachen und gleichzeitig ein vierstufiges System für Cloud-Souveränität einführen.
00:14:18: Auf Stufe drei sollen Anbieter grundsätzlich im Eigentum und unter Kontrolle der EU stehen.
00:14:25: Stufe vier verlangt zusätzlich vollständige Kontrolle über die Software-Lieferkette und Schutz vor Eingriffen aus Drittstaaten.
00:14:33: Fürst der Kit wäre eine solche Regulierung ein erheblicher Wettbewerbsvorteil.
00:14:39: Wenn ein Teil der öffentlichen Verwaltung Verteidigung oder kritischen Infrastruktur zwingend europäisch kontrollierte Cloud-Infrastruktur verwenden muss, entsteht ein Marktsegment in dem AWS, Microsoft und Google zumindest mit ihren klassischen Angeboten nicht einfach antreten können.
00:14:58: Doch genau diese politische Flanke gerät gerade ins Wanken!
00:15:03: Die Verteideger widersprechen.
00:15:05: Anfang September berichtete die Financial Times über erheblichen Widerstand gegen die geplanten Souveränitätsregeln.
00:15:13: Vor allem Verteidigungsvertreter aus Nord- und Osteuropäischen Staaten warnen davor, amerikanische Anbieter in besonders sensiblen Bereichen zu stark einzuschränken.
00:15:25: Die Argumentation ist bemerkenswert Ausgerechnet dort wo technologische Unabhängigkeit besonders wichtig erscheint.
00:15:32: bei Militär und Verteiligung könnte die technische Abhängigkeit von amerikanischen Plattformen kurzfristig so groß sein, dass eine erzwungene Umstellung als Sicherheitsrisiko betrachtet wird.
00:15:45: Die Kritiker verweisen auf den Vorsprung amerikanischer Anbieter bei Cloud, KI, Cybersecurity und der Integration mit NATO-Systemen.
00:15:56: Europäische Souveränität sei strategisch sinnvoll – aber nicht wenn sie operative Fähigkeiten verschlechtere!
00:16:04: Die Verordnung ist damit nicht gescheitert.
00:16:07: Und die Kommission verfolgt das Ziel technologischer Souveränität weiterhin ausdrücklich.
00:16:14: Aber die politische Debatte zeigt, dass der KIT nicht darauf bauen kann, dass Regulierung automatisch große Marktanteile europäischer Anbieter schafft.
00:16:24: Schon der Kommissionsentwurf selbst sieht vor, Unter bestimmten Voraussetzungen können sogar Anbieter aus Drittstaaten innerhalb höherer Souveränitätsklassen anerkannt werden.
00:16:42: Das verändert die ökonomische Wette.
00:16:45: Stekit muss nicht nur souveräner sein, Stekid muss gut genug sein dass Kunden die Plattform auch dann wählen wenn sie nicht dazu gezwungen werden.
00:16:55: und genau in diesem Moment haben die amerikanischen Anbiter begonnen ihrerseits Souveranität zu verkaufen.
00:17:02: Amazon baut sich ein europäisches Kleid.
00:17:06: Die AWS European Sovereign Cloud läuft seit Januar, zwanzig aus Brandenburg.
00:17:13: Amazon investiert dafür mehr als sieben Komma acht Milliarden Euro in Deutschland.
00:17:19: Die neue Cloud ist physisch und logisch von den übrigen AWS-Regionen getrennt.
00:17:25: Sie besitzt eine europäische Führungsstruktur Ein eigenes Security Operations Center und soll ausschließlich durch in der EU ansässige Mitarbeiter betrieben werden.
00:17:37: Zum Start standen bereits mehr als neunzig Cloud-Dienste zur Verfügung.
00:17:41: Zu den Partnern gehören unter anderem SAP, NVIDIA, Accenture, Deloitte, CapGammonie, Arthos & Software One.
00:17:51: Rechtlich bleibt Amazon ein amerikanischer Konzern.
00:17:55: Genau hier kann Stackit weiterhin einen substanziellen Unterschied anbieten – aber für den Kunden wird die Entscheidung schwieriger.
00:18:03: Früher lautete der Vergleich vereinfacht amerikanischer Hyperscaler mit riesigem Funktionsumfang gegen europäischen Anbieter mit höherer Souveränität.
00:18:14: Jetzt lautet er, Europäisch betriebene Sovereign Cloud eines amerikanischen Hypers scalers mit fast dem gesamten bestehenden AWS Ökosystem gegen einen tatsächlich europäischen anbietern.
00:18:27: Das ist ein viel engerer Wettbewerb.
00:18:31: Google folgt demselben Muster.
00:18:33: Zusammen mit Thales entsteht für Deutschland eine souveräne Google-Cloud-Infrastruktur, betrieben durch eine vollständig von Thales kontrollierte deutsche Gesellschaft.
00:18:43: Mitarbeiter, Betrieb und Daten sollen unter deutscher bzw.
00:18:47: europäischer Kontrolle stehen.
00:18:50: Ende des Jahres soll das Angebot allgemein verfügbar werden.
00:18:56: Die US-Konzerne versuchen also, Stackit nicht dadurch zu schlagen dass sie die europäische Souveränitätsdebatte ignorieren.
00:19:04: Sie integrieren die Souveranitätsanforderungen in ihre eigenen Produkte.
00:19:09: Das könnte langfristig der gefährlichste Angriff auf Stackits Differenzierung sein Denn AWS und Google bringen etwas mit das Schwarz erst aufbauen muss Ein riesiges bestehendes Software Ökosystem.
00:19:25: Der Hyperscaler verkauft kein Rechenzentrum.
00:19:29: Die eigentliche Stärke von AWS, Microsoft und Google besteht nicht in den Gebäuden – sie besteht in den Diensten!
00:19:38: Datenbanken Analytics Serverless Computing Identity Management Cybersecurity KI-Plattformen Entwicklungswerkzeuge APIs Marktplätze Integrationen, Zertifizierungen, Partner-Netzwerke und inzwischen eigene Foundation Models beziehungsweise direkte Verbindungen zu führenden KI-Modellen.
00:20:05: Ein Unternehmen entscheidet sich selten für AWS weil irgendwo ein besonders schönes Rechenzentrum steht.
00:20:12: Es entscheidet sich für AWS, weil seine Entwickler und Dienstleister bereits wissen wie die Plattform funktioniert und weil nahezu jedes Enterprise-Produkt dafür verfügbar ist.
00:20:26: Genau deshalb war eine der wichtigsten Nachrichten für Schwarz-Digits in dieser Woche nicht das Rechenzentrum, sondern SAP!
00:20:35: Am achten September starteten Schwarz Digits & SAP offiziell Rise with SAP on Stackit.
00:20:43: Geschäftskritische SAP ERP Systeme können damit auf der europäischen Stackit Infrastruktur betrieben werden.
00:20:51: Schwarz-Digits spricht von vollständiger Preisparität zu den internationalen Wettbewerbern.
00:20:57: Technische Deployments sollen im November beginnen.
00:21:00: Nach Angaben von Schwarz Digits ist Stecke damit derzeit der einzige europäische Hyperscaler, der Rise with SAP als zertifizierte Infrastruktur anbietet.
00:21:12: Das ist strategisch erheblich wichtiger als eine weitere Reihe Server Racks.
00:21:18: SAP ist der Maschinenraum großer Teile der deutschen Industrie.
00:21:22: Wenn Stackit in diesen Maschineraum hineinwächst, bekommt die Plattform eine Chance vom politisch-sympathischen Alternativanbieter zur tatsächlich relevanten Enterprise-Infrastruktur zu werden.
00:21:35: Aber gerade dieser Erfolg zeigt was Domastorf leisten muss – nicht nur Megawatt sondern ein Ökosystem!
00:21:44: Der eigentliche Wettbewerb heißt Kapitalgeschwindigkeit.
00:21:49: Noch ein Unterschied fällt beim Vergleich mit Google auf.
00:21:52: Zeit!
00:21:54: Schwarz plant zweihundertvierzig Megawatt bis Zwei-tausenddreiunddreißig.
00:21:58: Google will seine dreizehn Milliarden Euro zwischen Zwei tausendzebundzwanzig und Zweitausendachtundzwantig investieren.
00:22:06: Das sind unterschiedliche Projekte, und unterschiedliche Ausgangslagen.
00:22:11: Google besitzt in Finnland seit mehr als fünfzehn Jahren Infrastruktur und erweitert ein bestehendes Ökosystem.
00:22:19: Schwarz baut in Dummastorf weitgehend neu.
00:22:23: Trotzdem zeigt der Vergleich das Tempo des KI-Infrastrukturwettbewerbs.
00:22:29: Sieben Jahre sind in der Welt klassischer Industrieanlagen ein normaler Planungshorizont.
00:22:35: In der KI sind sieben Jahre beinahe eine Generation.
00:22:40: Vor sieben Jahren existierte ChatGPT nicht.
00:22:44: Vor vier Jahren war Nvidia Blackwell noch nicht auf dem Markt.
00:22:49: Welche Chips in einem KI-Rechenzentrum stehen werden, lässt sich heute kaum seriös prognostizieren.
00:22:58: Schwarz selbst hat deshalb noch nicht entschieden welche konkrete Server und Chip Architektur in Dummastorf eingesetzt wird.
00:23:06: Das Projekt ist bewusst modular geplant.
00:23:10: Der Bau muss jedoch schnell genug sein, dass die Nachfrage nicht bereits anderswo gebunden wurde, bevor die Kapazität entsteht.
00:23:19: Google, Microsoft, Amazon und Meta investieren derzeit in einer Größenordnung, die selbst für einen onehundertfünfundachtzig Milliarden Euro Handelskonzern außergewöhnlich ist.
00:23:31: Allein US-Hyperscaler haben im Jahr auch mehr als zweihundert Milliarden Dollar über Anleihen aufgenommen.
00:23:41: Mehr als doppelt so viel wie im gesamten Vorjahr.
00:23:45: Analysten rechnen bis zum Jahr, mit mehreren Billionen Dollar zusätzlicher KI-Infrastrukturinvestitionen.
00:23:54: Das verändert den Maßstab!
00:23:57: Fünf Komma sechs Milliarden Euro sind für ein deutsches Digitalprojekt gigantisch.
00:24:02: Willkommen im Werbeblock von Promptzeit, hier kommen Angebote und Partner die zu ihrem Business passen einfach zurücklehnen kurz zuhören gleich geht es mit dem Podcast weiter.
00:24:12: und jetzt Werbung Kurze Werbung in eigener Sache.
00:24:18: alle reden über KI im Unternehmen aber Hand aufs Herz Wollen Sie wirklich, dass Ihre Verträge, Angebote und Personaldokumente in einer fremden Cloud landen?
00:24:31: Kondbox Vault ist die KI für Ihr Unternehmenswissen.
00:24:35: Und sie läuft komplett im eigenen Rechenzentrum.
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00:24:55: DSGVO-Konform ISO-Siebenundzwanzig Nullnull Eins zertifiziert Und statt unkalkulierbarer Cloud Kosten, zahlen Sie einen planbaren Festpreis – bis zu seventy-fünf Prozent günstiger als Cloudalternativen.
00:25:11: Mehr als tausend gesparte Arbeitsstunden im Jahr ohne Kontrollverlust!
00:25:29: Im globalen KI-Infrastrukturwettbewerb sind sie plötzlich nur noch ein Einsatz.
00:25:35: Das Netz wird zum zweiten Flaschenhals!
00:25:39: Auch ein Rechenzentrum mit ausreichend Kapital kann nur entstehen, wenn es ans Stromnetz angeschlossen wird.
00:25:46: Deutschland hat für große neue Verbraucher deshalb seit April, im Jahr ist das neue Reifegradverfahren eingeführt.
00:25:55: Netzanschlüsse für Rechenzentren, Batteriespeicher und andere Großverbraucher werden nicht mehr einfach nach dem Prinzip wer zuerst kommt mal zuerst vergeben sondern nach Projektfortschritt und Realisierungswahrscheinlichkeit priorisiert.
00:26:10: Fünfzig Hertz weist bereits darauf hin dass wegen bestehender Reservierungen neue Großprojekte in seinem Gebiet voraussichtlich erst ab zwei tausend neunzwanzig neue Anschlussmöglichkeiten erhalten.
00:26:23: Der Reiz erteilte Zusagen bleiben bestehen.
00:26:26: Für Dummastorf ist grundsätzlich ein Anschluss an das dreihundertachtzig Kilo Volt Netz möglich.
00:26:32: Welche Anschluskapazitäten zu welchem Zeitpunkt verbindlich verfügbar sein werden, ist öffentlich jedoch nicht im Detail dokumentiert.
00:26:41: Auch hier zeigt Finnland den Unterschied.
00:26:44: Google plant die Standorte gemeinsam mit Fingrid gezielt in Regionen, in denen vorhandenen Netzkapazität und CO-Zweiarmer Strom zusammenkommen.
00:26:55: Das Unternehmen investiert parallel in Windkraft, Batteriespeicher und Kernenergie.
00:27:02: Rechenzentrum und Energiesystem werden gemeinsam geplant – das könnte zum neuen Standard für KI-Infrastruktur werden!
00:27:11: Wer künftig einen Hyperscaler bauen will, braucht möglicherweise nicht nur Cloud Knowhow.
00:27:17: Er braucht eine Energiestrategie, die beinahe der eines Industrieunternehmens entspricht.
00:27:23: Dommas Torf ist trotzdem nicht gescheitert!
00:27:27: An diesem Punkt wäre es leicht, die Geschichte zu weitzudrehen.
00:27:31: Google investiert dreizehn Milliarden, AWS baut ein sovereign Cloud, Brüssel streitet über Souveränitätsregeln, Deutschland hat teuren Strom – also ist das Schwarzprojekt erledigt.
00:27:44: Das wäre falsch.
00:27:46: Tatsächlich sprechen mehrere aktuelle Entwicklungen gerade für Stakit.
00:27:51: Die EU-Kommission hat Stakid im Frühjahr als einen von vier Anbietern, für einen bis zu einhundertachzig Millionen Euro schweren souveränen Cloudrahmenvertrag ausgewählt.
00:28:03: Die Bundesregierung setzt StakID innerhalb ihrer neuen KI-Plattform ein.
00:28:09: GavTech Deutschland hat die Plattform in sein Multikloudportfolio für Behörden und Gesundheitsanwendungen aufgenommen.
00:28:17: Mecklenburg-Vorpommern baut gemeinsam mit Schwarzdigits eine eigene MV-Cloud auf und will rund sechzehntausend Lehrkräften einen souveränen digitalen Arbeitsplatz anbieten.
00:28:29: Die jährlichen Kosten können bis zu sechs Millionen Euro betragen.
00:28:34: Das Land hat für das Dummastorfprojekt zudem eine Förderung in dreistelliger Millionenhöhe in Aussicht gestellt.
00:28:42: Arthos wurde Anfang September System Integrator und Reselling Partner von Stakid.
00:28:48: Und seit dem achten September ist RiseWithSAP auf Stakit offiziell am Markt.
00:28:56: Es gibt also keine Anzeichen dafür, dass Schwarz das Vorhaben zurückzieht.
00:29:01: Im Gegenteil – Das kommerzielle Ökosystem wächst Aber der Charakter der Wette verändert sich.
00:29:09: Das Souveränitätsargument allein reicht nicht mehr.
00:29:13: Warum der interne Kunde weiterhin wichtig ist?
00:29:17: Einen Vorteil kann Google Schwarz nicht nehmen, Lidl und Kaufland.
00:29:23: Stakit entstand ursprünglich aus dem eigenen IT-Bedarf der Schwarzgruppe.
00:29:28: Der Konzern beschäftigt rund sixhunderttausend Menschen und betreibt tausende Filialen, Logistikzentren, Produktionsbetriebe und digitale Systeme.
00:29:38: Nach Angaben von Schwarz-Digits verarbeitet Stakit bereits heute täglich mehr als ein tausend IT-Services für Lidl, Kaufland, Prezero und weitere Unternehmen der Gruppe.
00:29:50: Das ist für einen Infrastrukturprojekt außergewöhnlich wertvoll – ein neuer Cloud-Anbieter muss normalerweise Milliarden investieren und anschließend hoffen genügend Kunden zu gewinnen!
00:30:02: StakIT besitzt einen erheblichen Teil seiner Grundauslastung bereits im eigenen Konzern.
00:30:08: Damit kann Schwarzinfrastruktur langfristiger aufbauen als ein klassisches Start-up.
00:30:14: Der Konzern muss AWS nicht in fünf Jahren verdrängen, damit das Projekt sinnvoll ist.
00:30:20: Selbst wenn ein großer Teil der Infrastruktur zunächst intern genutzt wird reduziert er Abhängigkeiten und kann schrittweise externe Kunden aufnehmen.
00:30:29: Das senkt das Risiko Es beseitigt es nicht.
00:30:33: Die entscheidende Frage heißt nicht mehr Souveränität?
00:30:37: Die spannendste Veränderung der letzten zwei Wochen ist deshalb vielleicht eine Begriffliche.
00:30:43: Europa sprach lange über digitale Souveränität, als sei sie eine Produkteigenschaft – entweder ein Cloud ist souveränen oder es nicht.
00:30:54: Inzwischen entsteht ein Markt mit verschiedenen Abstufungen.
00:30:58: AWS bietet einen europäischen Sovereign-Cloud Google bietet über Thales eine europäisch kontrollierte Variante Microsoft entwickelt entsprechende Modelle.
00:31:10: Stakeed besitzt den Vorteil echter europäischer Eigentümerschaft.
00:31:15: Die EU definiert vier unterschiedliche Souveränitätsstufen und Kunden werden anfangen, die Frage anders zu stellen Wie viel Souveranität brauche ich für genau diesen Workload?
00:31:27: Für militärische Geheimdaten kann die Antwort lauten Maximal!
00:31:32: Für Patientendaten sehr hoch Für ein öffentliches Produktbild wahrscheinlich deutlich weniger.
00:31:39: Wenn nur ein kleiner Teil der Workloads tatsächlich höchste Souveränität verlangt, kann Stack-It nicht allein von diesem Argument leben.
00:31:47: Dann zählen wieder die klassischen Wettbewerbsfaktoren – Preis, Performance, Verfügbarkeit, Dienste, Entwicklerfreundlichkeit, Partner, KI-Modelle, Support und Energie.
00:32:02: Genau deshalb ist der Staat von SAP auf Stackit so wichtig.
00:32:06: Schwarz muss beweisen, dass europäisch kein Ersatz für wettbewerbsfähig ist sondern ein zusätzlicher Vorteil.
00:32:16: Die gute Nachricht!
00:32:18: Schwarz behauptet inzwischen Rise with SAP zu den selben Preisen wie auf den internationalen Hyperscalern anbieten zu können.
00:32:27: Wenn das auch außerhalb SAP gelingt wird die Geschichte wieder interessant.
00:32:32: Wenn nicht, wird Souveränität zu einem Aufpreis.
00:32:36: Und dann muss jeder Kunde entscheiden wie viel ihm dieser Aufpreise wert ist.
00:32:43: Deutschland hat ein Standortproblem.
00:32:46: Der neue Wettbewerb legt gleichzeitig ein Problem offen das weit über Schwarz-Digits hinausgeht.
00:32:53: Europa möchte bei künstlicher Intelligenz unabhängiger werden.
00:32:57: Deutschland möchte ein führender KI-Standort sein.
00:33:01: Aber KI-Infrastruktur entsteht dort wo Rechenleistung wirtschaftlich betrieben werden kann.
00:33:08: Google entscheidet sich bei seiner größten Europainvestition nicht für Frankfurt, München oder Berlin – sondern für Finnland!
00:33:17: Nicht weil dort mehr KI-Unternehmen sitzen, sondern weil dort Fläche, kaltes Klima, Netzkapazität und vor allem günstige CO-zweiarme Energie zusammenkommen.
00:33:29: Das ist eine industriepolitische Lektion.
00:33:32: Die Cloud mag virtuell wirken Ihre Grundlage ist extrem physisch.
00:33:38: Beton, Kupfer, Glasfaser, Transformatoren, Kühlung, Chips und Elektrizität.
00:33:46: Deutschland kann Datenschutzregeln schreiben, Förderprogramme auflegen und digitale Souveränität fordern.
00:33:53: Wenn eine Kilowattstunde Rechenleistung strukturell deutlich teurer produziert wird als in Finnland, Schweden oder Frankreich bleibt das ein Wettbewerbsnachteil.
00:34:04: Schwarz-Digits kann dieses Problem nicht allein lösen.
00:34:08: Dass das Unternehmen selbst für niedrigere Netzentgelte, Strompreiskompensation und die Einbeziehung von Rechenzentren in einen Industriestrompreis wirbt, zeigt wie zentral diese Frage für das Geschäftsmodell ist.
00:34:23: Das Dummastorfprojekt wird damit auch zu einem Test der deutschen Industriepolitik.
00:34:29: Will Deutschland eigene KI-Infrastruktur?
00:34:32: Dann muss es Bedingungen schaffen, unter denen sie dauerhaft betrieben werden kann.
00:34:37: Nicht nur gebaut!
00:34:40: Was müsste jetzt passieren?
00:34:42: Für Schwarz ergeben sich aus der neuen Lage vier Aufgaben.
00:34:47: Die erste ist Energie.
00:34:50: Ein Zweihundertvierzig Megawatt-Rechenzentrum benötigt nicht nur genügend erneuerbare Stromerzeugung in der Region sondern langfristig kalkulierbare Preise und hohe Verfügbarkeit.
00:35:02: Langfristige PPAs Speicher und möglicherweise neue flexible Verbrauchsmodelle werden für die Wirtschaftlichkeit entscheidend.
00:35:11: Google zeigt in Finnland, wie weit Hyperscaler inzwischen bereit sind selbst in die Energieinfrastruktur hineinzugehen.
00:35:20: Die zweite Aufgabe ist Geschwindigkeit.
00:35:32: Desto eher kann Stackit die aktuelle Nachfragewelle nutzen.
00:35:37: Die dritte Aufgabe ist das Ökosystem.
00:35:41: SAP ist ein wichtiger Schritt – Arthos, Zscaler, CrowdStrike und weitere Partner ebenso!
00:35:49: Aber ein Hyperscaler wird nicht durch Megawatt zum Hyperscaler.
00:35:54: Er wird es durch die Menge an Anwendungen, Diensten und Entwicklern, die auf seiner Plattform arbeiten.
00:36:01: Und die vierte Aufgabe ist vielleicht die schwierigste?
00:36:05: Stackit muss beweisen, dass Souveränität kein Verzicht ist.
00:36:09: Nicht nehmen Sie uns obwohl AWS mehr kann sondern nehmen sie uns weil wir technisch und preislich konkurrenzfähig sind und zusätzlich unter europäischer Kontrolle stehen.
00:36:23: Wenn diese Rechnung aufgeht besitzt Schwarz weiterhin eine außergewöhnliche Ausgangsposition.
00:36:31: Wenn nicht, werden zweihundertvierzig Megawatt allein das Problem nicht lösen.
00:36:36: Vom Hoffnungsträger zum Härtetest Vor zwei Wochen konnte man die Geschichte von Dommastorf optimistisch erzählen.
00:36:44: Ein deutscher Konzern nimmt Milliarden in die Hand.
00:36:47: Europa bekommt eigene Cloud-Infrastruktur.
00:36:50: Ein ungewöhnlicher Wettbewerber tritt gegen amerikanische Technologiekonzerne an.
00:36:55: Diese Geschichte ist nicht falsch geworden Aber sie ist unvollständig.
00:37:00: Google investiert nun allein in Finnland, mehr als doppelt so viel wie Schwarz für den Bau in Dummastorf angekündigt hat und das innerhalb von zwei Jahren.
00:37:10: Google sichert sich gleichzeitig für mehr als zweijahrzehnte Kernenergie zusätzliche Windleistung, Batteriespeicher- und Netzkapazität.
00:37:28: Google und Thales bauen eine souveräne Cloud in Deutschland.
00:37:34: Und in Brüssel wird darüber gestritten, ob staatliche Stellen europäische Anbieter überhaupt in dem Umfang bevorzugen sollen wie es die Souveränitätsstrategie ursprünglich nahelegte.
00:37:46: Stackit bekommt damit Konkurrenz auf beiden Seiten von europäischen Anbieten um echte Unabhängigkeit Und von amerikanischen Hyperscalern, die versuchen die Vorteile europäischer Souveränität nachzubauen ohne ihre technologische Größe aufzugeben.
00:38:05: Das Dummastorf-Projekt ist deshalb heute nicht weniger wichtig als vor zwei Wochen – im Gegenteil es ist wichtiger aber auch riskanter Denn jetzt zeigt sich ob Europa bereit ist digitale Souveranität als echte Industrie zu behandeln.
00:38:22: Eine Industrie braucht keine Sonntagsreden, sie braucht Kunden Kapital Fachkräfte Netze Und vor allem wettbewerbsfähige Energie.
00:38:34: Die Schwarzgruppe besitzt Kapital Sie besitzen Kunden.
00:38:38: Sie baut das Ökosystem und sie besitze mit Lidl- und Kaufland einen internen Markt der einen erheblichen Teil der Infrastruktur selbst nutzen kann.
00:38:48: Was sie nicht kontrolliert sind die Strompreise in Deutschland die europäische Beschaffungspolitik und das Investitionstempo von Google, Amazon und Microsoft.
00:38:59: Genau dort liegt inzwischen das Risiko.
00:39:03: Dommas Torf ist nicht gescheitert – es ist auch nicht abgesagt!
00:39:07: Aber aus dem scheinbar logischen Weg zum europäischen Hyperscaler ist innerhalb weniger Tage eine milliardenschwere Wette geworden.
00:39:16: Und vielleicht ist genau das die wichtigste Erkenntnis dieser Geschichte?
00:39:21: Digitale Souveränität entscheidet sich am Ende nicht daran, ob Europa ein Rechenzentrum bauen kann.
00:39:28: Das kann Europa!
00:39:30: Sie entscheidet es sich daran, dass Europa dieses Rechencentrum über Jahrzehnte zu einem Preis betreiben kann bei dem Unternehmen freiwillig ihre Daten, ihre SAP-Systeme und ihre künstliche Intelligenz dort laufen lassen.
00:39:46: Google hat diese Woche gezeigt wie ernst die Konkurrenz diese Frage nimmt.
00:39:51: Jetzt muss Schwarz zeigen, dass Europas Antwort mehr ist als ein politisch gewünschtes Rechenzentrum an der Ostsee.
00:39:59: Das war's wieder für heute und wir hoffen sie konnten etwas Nützliches aus der Folge ziehen!
00:40:04: Wir das sind Ella...
00:40:05: ...und Helmut.
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